PHOTO © CÉDRIC BIHR | LOOK – BRUNELLO CUCINELLI, SHOES – TOD’S
European Edition 2026
Beilage vom 1. Oktober 2026 produziert von Watch Your Time Holding.
W AT C H Y O U R T I M E . C O M
Sofort starten mit:
Audemars Piguet, Blancpain,
Breguet, Bvlgari, Cartier,
Chanel, Chopard, Grand Seiko,
Hermès, Hublot, Jaeger-
LeCoultre, Longines, Louis
Vuitton, Panerai, Rado,
Richard Mille, Rolex, TAG
Heuer, Tiffany & Co…
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Vor 225 Jahren überlistete Abraham-Louis Breguet Newtons
Gesetz der Schwerkraft – mit der Erfindung des Tourbillons.
Seine Innovation wird heute von Uhrmachern auf der ganzen
Welt genutzt. Seitdem geht Breguet unbeirrt seinen eigenen
Weg und prägt die Zukunft der Uhrmacherkunst.
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Inhaltsverzeichnis
Watch Your Time Holding Ltd
2503 Bank of America Tower, 12 Harcourt Road, Central, Hong Kong
contact@watchyourtime.com
Europäische Ausgabe 2026, gleichzeitig beigelegt bei Le Monde (Frankreich), The
Daily Telegraph (Großbritannien), Il Sole 24 Ore (Italien) und La Vanguardia (Spanien).
Beilage von Watch Your Time Holding in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
1. Oktober 2026. Nachdruck, auch auszugsweise, sämtlicher in Watch Your Time
Holding veröffentlichten Beiträge streng verboten.
Alle Rechte in Deutschland und im Ausland vorbehalten.
Cédric Bihr wuchs in den Pyrenäen (Frankreich) auf und schloss mit knapp über zwan-
zig Jahren sein Studium der Neurowissenschaften in Paris ab. Während er sich dar-
auf vorbereitete, als Forscher mit Schwerpunkt auf das Verhalten von Walen zu arbei-
ten, belegte er Kurse im Masterstudiengang Wissenschaftsjournalismus und entdeckte
dabei seine Leidenschaft für das Schreiben. Er arbeitete für National Geographic, Libé-
ration und Terre Sauvage, begleitete Forscher im Amazonas-Regenwald, machte sich
in Kanada auf die Suche nach Walen und entdeckte das Leben in einem schwimmen-
den Dorf in Kambodscha. Wohin er auch ging, nahm er seine Kamera mit und lernte, die
Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Seitdem ist Cédric – unter Beibe-
haltung einer engen Verbindung zu seiner Vergangenheit als Wissenschaftler und Repor-
ter – als Fotograf tätig, der Porträts erstellt und für Mode und Werbung arbeitet. Er lebt
abwechselnd in New York, Paris und Los Angeles und hat in Le Monde d’Hermès, M le
Monde, Vogue, 25 Magazine, Harper’s Bazaar, HTSI Financial Times, New York Times
Style Magazine, Wallpaper und Monocle publiziert; außerdem hat er Werbekampagnen
für Hermès, Chaumet, Fred und Boucheron realisiert…
Das Fototeam von Watch Your Time 2026: Fotograf: Cédric Bihr, 1. Assistent: Pablo Aze-
vedo, 2. Assistent: Stan Rey Grange, 3. Assistent: Loïc Zybach – Videograf: Ivan Isker –
Stylist: Fernando Damasceno, Assistentin: Patrycja Matysiak – Haare & Make-up: Camille
Arnaud – Models: Nia Liebler und Elliott Reeder, Casting-Direktor: D.A. Casting – Set-De-
sign: hellodecogva – Retusche: Purple Grain – Produktion: Milana Keller @eightysixparis.
Fotografische Kompositionen von Emilie Erbin @JR Associée, Seiten 42 bis 44 – Crea-
tive Director: Mohamed Ali Saadi – Set-Design: Marie Noëlle Perriaud.
IMPRESSUM: Herausgeber und Gründer Christian Llavall-Ubach – Publika-
tionsleiterin Isabelle Boudringhin, editions@watchyourtime.com – Uhrenbera-
ter Éric Dumatin – Chefredakteurin Marie Le Berre – Redaktion: Arthur Frydman
(Frankreich), James Gurney (Großbritannien), Paloma Recio (Spanien), Paolo de
Vecchi (Italien), Maya Castel (Schweiz), Christophe Roulet (Schweiz), Vincent Daveau
(Frankreich) – Übersetzungen: Timm Delfs (Deutsch), James Gurney (Englisch), Paloma
Recio (Spanisch), Paolo de Vecchi (Italienisch) – Grafische Umsetzung Graphic Studio-
Funk, Genf – Fotolithografie Bombie, Genf – Gedruckt in der EU.
CHOPARD Alpine Eagle XP TT. Mit Alpine
Eagle hat Chopard eine zeitgenössische
sportlich-schicke Kollektion geschaffen, die
nun einen neuen Zeitmesser hervorbringt.
Er bietet einen vollständigen Einblick in die
Mechanik des Uhrwerks L.U.C 96.17-S: ein
Kaliber mit einer Höhe von nur 3,30 mm und
durchbrochenen Komponenten.
13
JAEGER-LECOULTRE
17
EDITORIAL
Mehr Zeit!
19
BREGUET
21
HUBLOT
23
HERMÈS
24
AUDEMARS PIGUET
26
BVLGARI
28
CHOPARD
34
KLASSISCH
Von der Tasche ans Handgelenk
39
RADO
42
GALERIE
Schwerelos
45
RICHARD MILLE
46
LOUIS VUITTON
48
SPORT
Die Eroberung der Lüfte
51
TIFFANY & CO.
53
CARTIER
55
CHANEL
56
ROLEX
58
BLANCPAIN
60
ETHIK
Unterwegs zum nachhaltigen Luxus
63
GRAND SEIKO
65
TAG HEUER
69
LONGINES
70
TECH
Zeit und Reisen
73
ZENITH
75
PANERAI
77
FRÉDÉRIQUE CONSTANT
78
GLASHÜTTE ORIGINAL
Inspiriert von Regatta-Segelbooten wurde die J12 entwickelt, um Horizonte zu überschreiten. Siebenmal stärker
als Stahl weist ihre Keramik über die Zeit hinweg eine unübertroffene Abriebbeständigkeit auf. Und doch liegt ihre
größte Stärke in ihrer Sanftheit: Mit Diamantpulver poliert, fühlt sie sich so weich an wie Seide auf der Haut.
Zusammen mit dem Manufakturwerk Kaliber 12.1 verkörpert das außergewöhnliche Material das ganze Können
und die modernste Technologie der CHANEL Uhrmacherkunst. Eine unbezwingbare Sanftheit,
die eins wird mit jeder Person, die sie trägt.
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13
| WATCH YOUR TIME
FOCUS
Bei Jaeger-LeCoultre war Präzision
schon immer mehr als nur ein tech-
nisches Argument. Sie ist Teil der
Unternehmenskultur. Ein Beispiel
dafür ist die neue Linie Master Control
Chronomètre.
Jaeger-LeCoultre präsentiert eine zeitgemäße
Interpretation des Haute-Horlogerie-Chronometers, die
mechanische Raffinesse, Tragekomfort im Alltag und
eine ausgeprägte ästhetische Identität vereint. Dieses
Modell trägt den Namen Master Control Chronomètre,
und seine Ursprünge reichen bis in die 1950er Jahre
zurück. Seit einigen Jahren verschwimmen die histo-
rischen Grenzen zwischen eleganter Dresswatch und
Sport-Chic-Uhr zunehmend. Liebhaber suchen heute
nach präzisen, raffinierten und technisch ausgereif-
ten Modellen, die vielseitig genug sind, um sich allen
Lebenslagen anzupassen, ohne dabei auch nur einen
Hauch an Attraktivität einzubüßen. Genau dieses Terrain
erobert die neue Master Control Chronomètre.
Neues Gütesiegel
Ihre Inspiration reicht weit in die Geschichte des
Hauses zurück. Jaeger-LeCoultre greift den Geist der
Master Mariner Chronomètre von 1973 auf, einer der ers-
ten Sport-Chic-Uhren mit integriertem Metallarmband,
und verbindet dabei auf harmonische Weise kühnes
Design mit uhrmacherischer Klassik. Schon damals
bot die Manufaktur eine Alternative zu den etablierten
Kategorien. Fünfzig Jahre später gewinnt diese Idee
erneut an Bedeutung. Optisch markiert die Kollektion
einen dezenten, aber klar erkennbaren Bruch. Mit neu
interpretierten Proportionen von 38 oder 39 mm, je nach
Modell, präsentiert sich die Master Control Chronometer-
Kollektion in einem strengen, aber lässigen Stil, der
durch ein neues integriertes Armband unterstrichen
wird. Dieses ist aufwendig gearbeitet und wird so zu
einem der unverzichtbaren ästhetischen Elemente.
Die facettierten Glieder greifen das für das Haus emb-
lematische Dauphine-Motiv auf und schaffen so eine
grafische Kontinuität zwischen Armband, Zeigern und
Indexen. Jaeger-LeCoultre präsentiert eine Uhr von sub-
tilem Luxus, ohne Schnickschnack, „die jedoch dank des
schlanken Gehäuses eine sehr selbstbewusste und den-
noch harmonische und elegante Präsenz am Handgelenk
hat“, erklärt Jérôme Lambert, CEO von Jaeger-LeCoultre.
„Die DNA der Master-Linie kommt hier voll zur Geltung.“
Hinter dieser zurückhaltenden Eleganz verbirgt
sich eine echte technische Herausforderung. Jaeger-
LeCoultre führt ein neues hauseigenes Gütesiegel ein:
HPG, kurz für „High Precision Guarantee“. Diese interne
Zertifizierung ist keineswegs ein Verkaufsargument, son-
dern treibt die 1992 eingeführte „Contrôle de 1000 Heures“
noch einen Schritt weiter. Das HPG-Protokoll unter-
zieht die fertigen Uhren einer Reihe von Simulationen,
die die realen Belastungen des Alltags nachahmen:
Höhenunterschiede, Temperaturschwankungen, ver-
schiedene Lagen und Stöße aus allen Richtungen. Drei
Tage lang durchläuft jedes Exemplar abwechselnd dyna-
mische Phasen und Ruhephasen, um eine ganze Woche
im Einsatz zu simulieren. Dieses Streben nach Präzision
geht mit höchsten chronometrischen Ansprüchen einher,
da alle Master Control Chronometer zudem die COSC-
Zertifizierung erhalten. Eine doppelte Validierung, die
in der heutigen Uhrenwelt selten ist.
Eine exklusive Kollektion
Das interessanteste Exemplar der Kollektion ist
zweifellos die Master Control Chronomètre Date
Power Reserve. Sie präsentiert das Manufakturkaliber
738, das nur 4,97 mm dünn ist, mit einer Frequenz von
4 Hz arbeitet und über eine komfortable Gangreserve
von 70 Stunden verfügt. Um die Schlankheit des
Uhrwerks zu bewahren und gleichzeitig einen zentra-
len Sekundenzeiger zu integrieren, wurden die Räder
des Räderwerks auf einer horizontalen Ebene ange-
ordnet und nicht übereinander gestapelt. Die Silizium-
Hemmung verbessert zudem die Magnetfeldresistenz
und die Energieeffizienz. Die Anzeige ist von der
Futurematic aus den 1950er Jahren inspiriert, mit zwei
perfekt auf der horizontalen Achse des Zifferblatts aus-
balancierten Zählern.
Die Master Control Chronomètre Perpetual Calendar
wiederum zeugt vom langjährigen Know-how des
Hauses im Bereich ultraflacher Kalenderkomplikationen.
Bei einer Dicke von nur 9,2 mm vereint sie einen voll-
ständigen ewigen Kalender mit einer besonders raffinier-
ten Mondphasenanzeige, für die je nach Ausführung ein
Blatt aus Gold oder Platin verwendet wird. Schließlich
ist die Master Control Chronometer Date wohl der
reinste Ausdruck dieses Projekts. Kompakt, schlank
und äußerst ausgewogen verkörpert sie perfekt die
Uhrmacherphilosophie des Hauses Jaeger-LeCoultre, das
es versteht, außergewöhnliche technische Meisterschaft
mit Stilsicherheit zu verbinden. ■ Éric Dumatin
Jaeger-LeCoultre bringt die Kollektion Master Control Chronomètre
mit drei Modellen auf den Markt, die neben der COSC-Zertifizie-
rung auch das hauseigene HPG-Label (High Precision Guarantee)
tragen: Nach einer Reihe anspruchsvoller Tests und Kontrollen
garantiert dieses nicht nur höchste Präzision, sondern auch eine
raffinierte Ästhetik. Was das Design betrifft, so präsentieren sich
die Gehäuse an besonders raffinierten integrierten Armbändern,
die die Zifferblätter aufgreifen, indem sie die Dauphine-Form der
Zeiger und Indizes übernehmen. Zu den Neuheiten gehören ein
Modell mit Datumsanzeige und ein Modell mit ewigem Kalender.
1. JAEGER-LECOULTRE Master Control Chronomètre Date. Das
Automatikwerk 899 ist in einem Gehäuse mit 38 mm Durchmesser
untergebracht und zeigt Uhrzeit und Datum auf einem Zifferblatt
mit Sonnenschliff an. Zur Auswahl stehen ein Edelstahlgehäuse
mit einem blau-grau abgestuften Zifferblatt und ein Gehäuse aus
Roségold mit einem bronzefarbenen Zifferblatt.
2. JAEGER-LECOULTRE Master Control Chronomètre Per-
petual Calendar. Das Kaliber 868 mit einem benutzerfreundli-
chen ewigen Kalender – die synchronisierten Angaben lassen sich
gleichzeitig über einen einzigen Korrektor einstellen – ist in einem
Gehäuse mit 39 mm Durchmesser untergebracht. Das Modell ist
auch in Edelstahl mit blau-grauem Zifferblatt und in Roségold
mit bronzefarbenem Zifferblatt erhältlich. Je nach Ausführung
wird der Mond von einem Plättchen aus 999/1000er Platin oder
aus 999/1000er Gold beleuchtet.
JÉRÔME LAMBERT | CEO JAEGER-LECOULTRE
Meister
der Präzision
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E D I T O R I A L
| WATCH YOUR TIME
17
EDITORIAL
Editorial von Maya Castel
PHOTO © CÉDRIC BIHR | HOSE & HEMD – BRUNELLO CUCINELLI | TRENCH – BURBERRY
ie private Luftfahrt. Ein perfekt geöltes
Getriebe, in dem jede Komponente ihren
ganz eigenen Platz hat. Und was für eine
Präzision! Ist es nicht faszinierend zu sehen, wie ein
Flug von Genf nach Los Angeles auf die Minute genau
zur ursprünglich geplanten Zeit landet? Und das trotz
der Entfernung und des Windfaktors? Kein Wunder, dass
sich die Assoziation mit der hohen Uhrmacherkunst ins-
tinktiv aufdrängt. Zumal die berühmten Fliegeruhren,
die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufkamen, aus den
spezifischen Bedürfnissen der ersten Piloten entstan-
den. Sofortige Ablesbarkeit und absolute Zuverlässigkeit
hatten bereits damals oberste Priorität. So gehen die
Eroberung der Zeit und die Eroberung des Himmels
Hand in Hand...
Die Geschäftsluftfahrt ihrerseits hat in den ver-
gangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel
erlebt. Mittlerweile steht der Zeitgewinn gegenüber
den Annehmlichkeiten von Luxus und Komfort im
Vordergrund. „Heutzutage wollen die Menschen vor
allem Zeit sparen. Und diese Art des Transports hat
sich weitgehend demokratisiert. Jeder betrachtet sie
als mögliche Option, auch wenn der Sektor nach wie
vor im Premium-Segment angesiedelt ist“, bestätigt
David Alivertti, Vertriebsleiter von Swiss Private Jet in
Genf. Hier gelangt man direkt an den Rand des Rollfelds.
Während man die Sicherheitskontrolle passiert, wird das
Gepäck ins Flugzeug verladen. Schon sind wir startbereit.
Vorbei sind die endlosen Wartezeiten: „Wenn alles gut
läuft, sind Sie in wenigen Minuten an Bord. Es ist mög-
lich, fast alle Ziele direkt anzufliegen. Die Zeitersparnis
ist enorm, und man fliegt, wann man will.“
Lust auf ein Mittagessen in der Sonne auf der
Terrasse des Cipriani in Venedig? Auf eine Runde im
GT-Rennwagen in Le Castellet? Müssen Sie mehrere
Termine in Rekordzeit wahrnehmen? Kein Problem. Man
kann sich sogar vorstellen, mehrere Ziele miteinander
zu verbinden, selbst wenn die Flughäfen dort nicht von
Linienflügen angeflogen werden oder zumindest norma-
lerweise nicht mit einem einzigen Flug erreichbar sind.
All diese Vorteile haben zu einem Anstieg der Nachfrage
geführt. Die weltweite Flotte von Geschäftsflugzeugen
(hauptsächlich Jets) ist von etwa 10‘000 aktiven
Flugzeugen im Jahr 2000 auf etwa 22‘000 im Jahr 2025
gestiegen. Ein historisches Wachstum. Heute wird der
Zeit, die Führungskräfte für ihre Arbeit benötigen, mehr
Wert beigemessen.
An Bord herrscht in der Regel eine recht arbeitsame
Atmosphäre: „Die allermeisten arbeiten. Man hat immer
Internet. Viele nutzen die Gelegenheit für Besprechungen.
Man kann sich aber auch ausruhen. Je nach Größe des
Flugzeugs gibt es hinter dem Konferenztisch eine Kabine
mit Betten.“ Was die Schweiz betrifft, so genießt sie in
diesem Sektor einen hervorragenden Ruf. Sicherheit,
Servicequalität und optimale geografische Lage: „Sie
liegt im Zentrum der Finanz- und Wertpapierzentren
Europas.“ ■
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19
| WATCH YOUR TIME
FOCUS
Nachdem Breguet im vergangenen Jahr
sein 250-jähriges Jubiläum feierte, setzt
das Unternehmen unter der Leitung des
neuen CEO Gregory Kissling seine Arbeit
zur Stärkung der Markenidentität fort. Auf
dem Programm stehen neue Impulse für
die Kollektion Tradition und ein wahres
Tourbillon-Fest.
Kein einfaches Unterfangen: Wie lässt sich ein 1775
gegründetes Haus zeitgemäß positionieren, ohne dabei
seine Einzigartigkeit zu verraten? „Das Haus Breguet
schöpft aus einem zweieinhalb Jahrhunderte umfas-
senden Erbe, das tief geprägt ist von den unzähligen tech-
nischen Erfindungen und Weiterentwicklungen seines
Gründers“, erklärt Gregory Kissling, seit Ende 2024 CEO
von Breguet. „Für uns ist es daher unerlässlich, dieses
seltene Gleichgewicht zwischen Uhrmachertradition und
Innovation zu bewahren. Darin liegt die Stärke des Hauses
und wahrscheinlich auch seine größte Herausforderung.“
Diese Herausforderung meistert Breguet in diesem Jahr
mit der Kollektion Tradition, die einen zentralen Platz
in seinem Universum einnimmt. „Sie verkörpert das
Erbe von Breguet auf perfekte Weise, indem sie die
Architektur des Uhrwerks und die ästhetischen Merkmale
der ersten Kreationen von Abraham-Louis Breguet in
den Vordergrund rückt“, fährt Gregory Kissling fort.
„Die 2005 lancierte Kollektion Tradition stellt einen stän-
digen Dialog zwischen dem Erbe des Gründers und zeit-
genössischem Design her und ist damit eine der gelun-
gensten Ausdrucksformen der Identität von Breguet.“
Diese Symbiose kommt in den neuen Modellen
Tradition Seconde Rétrograde 7037 (38 mm) und Tradition
GMT 7067 (40 mm) besonders überzeugend zum Ausdruck.
Getreu den Stilmerkmalen der Kollektion, die von der
Architektur der Subskriptionsuhren und der Tastuhren
inspiriert sind, die Abraham-Louis Breguet Ende des
18. Jahrhunderts entwickelte, bieten sie einen einzig-
artigen Einblick in die Uhrenmechanik, indem sie das
Uhrwerk zur Zifferblattseite hin offenlegen. „Damals wies
kein auf dem Markt erhältliches Uhrwerk eine solche
Architektur auf“, betont Emmanuel Breguet, der für das
historische Erbe des Hauses verantwortlich ist. „Nichts
war damit vergleichbar!“ Die Idee ist heute noch genauso
originell wie bei ihrer Einführung im Jahr 2005: Dem
Träger das zu zeigen, was man normalerweise nur auf der
Rückseite einer Uhr sieht – das zentrale Federhaus, das
Räderwerk, die Unruh, die abgestuften Brücken und die
Breguet-Stoßsicherung, die sich in einer sofort erkenn-
baren mechanischen Inszenierung entfalten.
Starke Persönlichkeiten
Bei diesen neuen Modellen nimmt die Ästhetik der
Uhrwerke einen besonderen Stellenwert ein. Breguet
führt ein ALD-Verfahren ein, bei dem mittels eines
chemischen Gasphasenverfahrens Schichten im
Nanobereich aufgebracht werden. „Dieses Verfahren
bietet Farbeffekte, die neue Perspektiven eröffnen“,
erklärt Gregory Kissling. Durch diesen Ansatz erhalten
die Uhrwerke eine ganz neue optische Persönlichkeit.
Die Nuancen von tiefem Blau, Anthrazitgrau oder inten-
sivem Schwarz betonen die charakteristischen Reliefs
der Kollektion Tradition, die durch die Guillochierung
des Federhausdeckels und die sorgfältige Veredelung
der Bauteile noch verstärkt werden. Das gilt auch für die
Zifferblätter. Die Modelle Tradition Seconde Rétrograde
7037 aus Weißgold oder Platin und 7097 aus Roségold
kombinieren weiße oder schwarze Grand-Feu-Emaille
mit traditionellen arabischen Ziffern, während sich die
Tradition GMT 7067 aus Platin durch ein spektakuläres
Zifferblatt aus grüner Grand-Feu-Emaille mit Farbverlauf
auszeichnet, deren Nuancen sich je nach Lichteinfall ver-
ändern. Eine kleine Besonderheit: Bei letzterem Modell
sind optional orientalische Ziffern für die Anzeige der
Heimatzeit erhältlich. Schließlich präsentiert sich die
Tradition 7038 aus Weißgold mit Edelsteinbesatz mit
einem Zifferblatt aus schwarzem Aventurin, dessen
Schimmer einen auffälligen Kontrast zu den dunklen
Farbtönen des Uhrwerks bildet.
Das zweite Thema des Jahres dreht sich – wenig
überraschend – um das Tourbillon, eine Erfindung,
die Abraham-Louis Breguet am 26. Juni 1801 paten-
tieren ließ und die zu einer der prestigeträchtigsten
Komplikationen der Uhrmacherkunst werden sollte. 225
Jahre später würdigt die Manufaktur diese Erfindung
mit mehreren Kreationen, die verschiedene Facetten
ihres Know-hows veranschaulichen. Die neue Classique
Tourbillon 7357 ist das symbolträchtigste Beispiel
dafür: Sie ist eine Neuinterpretation der 1989 auf den
Markt gebrachten Referenz 3350, der ersten Breguet-
Armbanduhr mit Tourbillon. Parallel dazu setzt das Haus
seine Erforschung der großen Komplikationen mit der
Marine Tourbillon Équation Marchante 5887 fort, deren
Zifferblatt die exakte Konstellation des Himmels zu
einem vom Besitzer gewählten Datum, einer bestimm-
ten Uhrzeit und an einem bestimmten Ort wiedergeben
kann. Die Tradition Tourbillon 7047 bekräftigt ihrer-
seits ihre Einzigartigkeit, da sie nach wie vor die einzige
Uhr im Katalog ist, die ein Tourbillon mit einem Antrieb
mit konstanter Kraft über Kette und Schnecke kombi-
niert, während die Classique Tourbillon Sidéral 7255,
die nun in Platin mit einem Zifferblatt aus schwarzer
Aventurin-Emaille angeboten wird, durch ihr spektaku-
läres mysteriöses fliegendes Tourbillon weiterhin den
Innovationsgeist des Hauses verkörpert. Wie Gregory
Kissling sagt: „Heute geht es darum, Breguet wieder mehr
Sichtbarkeit zu verschaffen und dem Haus den Platz
einzuräumen, den es verdient.“ In der Ruhmeshalle der
Uhrmacherkunst! ■ Éric Dumatin
1. BREGUET Tradition Seconde Rétrograde 7038. Diese Weiß-
gold-Uhr mit einem Durchmesser von 37 mm, deren Lünette mit
58 Diamanten besetzt ist, ist das erste Tradition-Modell mit einem
Zifferblatt aus schwarzem Aventurin-Glas. Das Automatik-Kaliber
505SR, das sich durch eine sandgestrahlte Platine und Brücken
mit einer tiefschwarzen ADL-Beschichtung auszeichnet, verfügt
über eine Sekundenanzeige mittels eines retrograden Zeigers bei
10 Uhr. Den Federhausdeckel im Zentrum ziert ein Sonnenguil-
loché-Dekor, das sich auch auf der halbkreisförmigen Schwung-
masse auf der Rückseite wiederfindet.
2. BREGUET Classique Tourbillon 7357. Diese Uhr von der
ersten hauseigenen Tourbillon-Armbanduhr aus dem Jahr 1989
inspirierte Uhr mit einem Durchmesser von 35 mm markiert den
225. Jahrestag des Tourbillon-Patents. Ausgestattet mit dem Hand-
aufzugskaliber 187B, einer optimierten Version des berühmten
Kalibers 558, ist sie in zwei Ausführungen erhältlich – aus Platin
oder, wie hier, aus Breguet-Gold –, bei denen die Guillochierung
im Vordergrund steht: Clou de Paris und Gerstenkornmuster auf
dem Zifferblatt sowie ein neuartiges Motiv, das vom Schweizer
Berg Dent de Vaulion inspiriert ist, auf der Platine auf der rück-
seitigen Platine. Breguet-Punzierung.
GREGORY KISSLING | CEO BREGUET
Uhrmacherische
Herausforderung
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| WATCH YOUR TIME
FOCUS
21
An der Watches & Wonders 2026 hat
Hublot nicht versucht, um der Neuheit wil-
len etwas Neues zu schaffen. Mit der Big
Bang Reloaded ist die Manufaktur ein sub-
tileres Risiko eingegangen: Sie kehrte zu
ihrer Ikone zurück, zerlegte sie und baute
sie dann neu auf – rund um das, was heute
ihre Legitimität ausmacht: das Uhrwerk.
Zwanzig Jahre nach der ersten Markteinführung der
Big Bang präsentiert Hublot eine Neuinterpretation dieses
Meisterwerks. Eine neue Version einer Uhr, die geschaf-
fen wurde, um die Konventionen der Uhrmacherkunst
aufzurütteln – ganz in der Tradition von Hublot. Dabei
geht es jedoch nicht darum, alles auf den Kopf zu stellen:
Die DNA bleibt erhalten, erhält jedoch neue Energie. „Die
Big Bang Reloaded ist ein starkes Statement“, fasst Julien
Tornare, CEO von Hublot, zusammen. „Sie spiegelt nicht
nur die Entwicklung des Hauses als Manufaktur wider,
sondern auch die der Kollektion und des Uhrwerks, das
sie antreibt.“
Gleiche DNA, neue Energie
Die 2005 ins Leben gerufene Big Bang setzte von
Anfang an neue Maßstäbe für ein Uhrendesign, das sich
durch pure Kraft ausdrückt. Um ihr Leben einzuhauchen,
stellte Hublot fünf Jahre später das Kaliber Unico vor,
ein Uhrwerk, das sich seitdem ständig weiterentwic-
kelt hat: neu gestaltete Bauteile, optimierte Architektur,
verfeinerte Proportionen. Im Jahr 2018 verschmel-
zen das Basiskaliber und sein Chronographenmodul
zu einem vollständig integrierten Uhrwerk – eine der
anspruchsvollsten Herausforderungen der modernen
Uhrmacherkunst. Dank dieser Architektur mit verbes-
serter Leistungsfähigkeit offenbart das Unico-Uhrwerk
heute all seine Geheimnisse, darunter fünf patentierte
technische Innovationen. „Die Big Bang Unico neu zu
konzipieren, um daraus ein vollständig skelettiertes
‚Reloaded‘-Modell zu machen, bedeutet, sie ausdrucks
stärker und architektonischer zu gestalten – sie wurde
komplett neu konstruiert“, fasst Julien Tornare zusammen.
Die Veränderung springt sofort ins Auge. Das
Zifferblatt tritt in den Hintergrund. Schlicht und offen
gibt es den Blick frei auf ein selbstbewusst zur Schau
gestelltes Uhrwerk: Bei 6 Uhr ist das Säulenrad durch
einen Farbakzent hervorgehoben, und bei 8 Uhr verlei-
hen die Kupplung und die Chronographenkomponenten
dem Modell seine ganze Tiefe. Hier wird die Funktion
zum Spektakel, perfekt inszeniert durch das ikonische
Design der Kollektion mit ihrem robusten, unbeugsamen
Charakter. „Das 44-mm-Gehäuse weist eine verstärkte
Architektur auf“, erklärt die Marke, „mit einer zweitei-
ligen Lünette, die die Kontraste betont und ein dyna-
misches Zusammenspiel zwischen Materialien und
Oberflächen erzeugt.“
Die Erzählung als Bonus
Im Herzen dieser Konstruktion steht das Kaliber Unico
HUB1280, ein automatischer Flyback-Chronograph,
der diesen Leistungssprung perfekt verkörpert. Mit
354 Bauteilen, einer Gangreserve von 72 Stunden und
einer Frequenz von 4 Hz für eine Genauigkeit auf die
Achtelsekunde ist es eindeutig auf Leistung ausgelegt,
folgt dabei jedoch in jeder Hinsicht dem Grundprinzip
des Hauses, der „Kunst der Fusion“.
Mit der Big Bang Reloaded feiert Hublot mehrere
bedeutende Jubiläen der Marke: das 20-jährige Bestehen
des All-Black-Konzepts der „unsichtbaren Sichtbarkeit“
und das 15-jährige Jubiläum seines firmeneigenen
Materials Magic Gold, das auf der Härteskala an zwei-
ter Stelle nach dem Diamanten steht. Neben diesen bei-
den Versionen gibt es zwei weitere, eine blaue und eine
grüne, die die Meisterschaft des Hauses im Bereich far-
biger Hightech-Keramik verdeutlichen. Das fünfte und
letzte Modell der aktuellen Kollektion ist eine Big Bang
Reloaded aus Titan in Luft- und Raumfahrtqualität,
gepaart mit technischer Keramik.
Wie so oft bei Hublot reicht die Mechanik allein nicht
aus. Es bedarf noch einer Geschichte. Und diese wird
durch zwei limitierte Editionen der Big Bang Reloaded
erzählt, von denen die eine gemeinsam mit Usain Bolt
und die andere mit Kylian Mbappé entworfen wurde.
Die erste enthält ein Stück des Trainingsbodens des
jamaikanischen Sprinters, wodurch die Uhr zu einem
Kultobjekt wird. Die zweite spielt mit den persönlichen
Stilelementen des französischen Fußballers durch gra-
fische Anspielungen und eine Inschrift auf der Lünette.
Zwei Modelle, die perfekt zur Identitätsstrategie von
Hublot passen. „2009 schrieb Usain Bolt in 9,58 Sekunden
Geschichte“, erinnert sich Julien Tornare. „2026 verewigt
Hublot diese Leistung.“ Mit einer gewissen Big Bang
Reloaded! ■ Éric Dumatin
1. HUBLOT Big Bang Reloaded Blue Ceramic. Bei Hublot bietet
die Big Bang Reloaded eine neue Interpretation der Big Bang. Die
Kollektion rückt die originelle Konstruktion des Unico-Uhrwerks
HUB1280 in den Mittelpunkt, eines Chronographen mit Flyback-
Funktion, der mit fünf patentierten Erfindungen ausgestattet ist.
Was das Design betrifft, präsentiert sich die Big Bang Reloaded
mit einem kraftvolleren Charakter: ein Gehäuse mit 44 mm Durch-
messer, eine zweiteilige Lünette und ein mehrschichtiges Ziffer-
blatt. Im Jahr 2026 bietet Hublot fünf Modelle in der aktuellen
Kollektion an, darunter das hier vorgestellte Modell: ein Gehäuse
mit 44 mm Durchmesser aus blauer Keramik, eine Lünette aus
Titan und blauer Keramik sowie zwei austauschbare Armbänder.
2. HUBLOT Big Bang Reloaded Kylian Mbappé. Die Big Bang
Reloaded ist zudem in zwei limitierten Auflagen erhältlich. Eine
davon wurde gemeinsam mit Kylian Mbappé entworfen: 44-mm-
Gehäuse aus weißer Keramik, untere Lünette aus King Gold mit
der Gravur seines Mottos „Trust Yourself“ bei 6 Uhr, obere Lünette
aus weißer Keramik und zwei austauschbare Armbänder, eines
aus Textil in der Farbe King Gold und eines aus strukturier-
tem schwarz-weißem Kautschuk. Limitierte Auflage von 200
Exemplaren.
JULIEN TORNARE | CEO HUBLOT
Reloaded
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